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veröffentlicht am März 3, 2011 - by Afghane

Die Besonderheiten von Afghanistans Geographie

Informationen über die Geographie AfghanistansAfghanistan ist ein Binnenstaat, welcher eine besondere strategische Bedeutung in der Region hat. Größtenteils handelt es sich natürlich um Gebirgsland und weniger als 10 % der Landesfläche liegen unterhalb von 600 m Meereshöhe.

Das Landschaftsbild Afganistans

Die beiden Gebirge Hindukusch und Sefid Kuh erstrecken sich über 652.090 km² des Landes. Im Südwesten von Afghanistan befindet sich eine abflusslose Ebene, wobei der sogenannte Hilmendsee die Grenze zum Iran darstellt. Afghanistan besitzt ein kontinentales Klima, wobei heiße Sommer und sehr kalte Winter einfach dazugehören. Im Südwesten findet man neben der zerklüften Gebirgslandschaft sogar kleinere wüstenartige Becken. Der südliche Hindukusch fällt steil in die Landschaft Nuristan ab, welcher teilweise von Nadelwäldern bedeckt ist. Die Landschaften zwischen der Hauptstadt Kabul sowie dem sogenannten Khaiberpass, welche an der Grenze zu Pakistan liegen, sind der politische und wirtschaftliche Kernraum des ganzen Landes. Siedlungskern im westlichen Teil des Landes ist die Stadt Herat. Das südliche und südwestliche Afghanistan besteht in aller Regel also aus Wüsten und Halbwüsten. Lediglich der Hilmend durchbricht diese Ebene, der den längsten afghanischen Fluss darstellt.

Der Gipfel Noshak

Der höchste Punkt des Landes ist der Gipfel des Noshak im Hindukusch, welche eine stattliche Höhe von 7485m aufweist. An der Flussebene des Amudarja, welcher sich an der Grenze zu Turkmenistan befindet, ist mit 285 über Normalnull die tiefstgelegendste Stelle, welche man in Afghanistan finden kann.
Im Land herrschen vorwiegend winterliche Westwinde, welche meist mäßige Niederschläge mit sich bringen. Die Sommer dagegen sind heiß und trocken und lediglich im äußersten Südosten kann man aufgrund des Monsuns auf Regen hoffen. Im Winter kann es schon einmal zu Schneefällen kommen, die bis in die Täler reichen, was aufgrund der großen Höhe des Landes möglich ist. Der Süden des Landes gehört klimatisch gesehen bereits zu den Subtropen, in denen beispielsweise der Anbau von Dattelpalmen möglich ist. Der Norden dagegen zählt zur eher gemäßigten Zone.

Die häufige Dürre

Besonders im Jahre 2000 mussten zahlreiche Menschen unter der häufig auftretenden Dürre leiden, die das Land fest in sein Gewahrsam nahm. Aufgrund der geografischen Aufteilung des Landes ist es üblich, dass 80 % der Menschen auf dem Land leben und nur 20 % in den Städten. Größere Städte sind beispielsweise Kabul, Kandahar, Herat und Kunduz. Geografisch in der Gesamtheit gesehen, befindet sich Afghanistan an der Schnittstelle von Süd- zu Zentralasien. Angrenzende Länder sind unter anderem der Iran, Turkmenistan, Usbekistan, die Volksrepublik China und auch Pakistan. Wie anfänglich erwähnt, bestehen drei Viertel des Landes aus schwer zugänglichen Gebirgspässen. Die Gesamtfläche des Landes beträgt 652.225 km² und die Einwohnerzahl beläuft sich auf circa 29,8 Millionen Einwohner. Hoch gerechnet wären dies, circa 38 Einwohner pro Quadratkilometer, jedoch wurde bereits anfangs erwähnt, dass die Bewohnung einiger Flächen aufgrund der Gebirgslandschaft gar nicht möglich ist. In Afghanistan gibt es unter anderem die Wüste Rigestan (besser bekannt als „Sandland“), welche sich östlich des längsten Flusses Hilmend befindet. Westlich davon findet man vorwiegend die aus Schotter und Lehmflächen bestehende Dascht-e-Margoh. Die wohl bekanntesten Sehenswürdigkeiten in Afghanistan sind die sogenannten Band-e-Amir-Seen, die seit 2009 auch als Nationalpark in Afghanistan ausgewiesen werden. Sie zählen nicht nur zur Sehenswürdigkeit in Afghanistan, sondern auch zu einer in der gesamten westlichen Welt.

Img: Michael Schmeling – Fotolia


veröffentlicht am Februar 19, 2011 - by Afghane

Afghanistans Geschichte – Im Wandel der Zeiten

Die Geschichte von AfghanistanIn der Antike gehörte das heutige Afghanistan zum Perserreich. Später entstand dann ein sogenanntes Griechisch-Baktrisches Königreich, welches von den Nachkommen der Truppen Alexander des Großen regiert wurde. Anschließend wurde es erst von den Parthern und dann von dem persischen Sassanidenreich kontrolliert.

Die Anfänge

Der Islam setzte sich in dieser Gegend verhältnismäßig langsam durch. Erst gegen Ende des 10. Jahrhunderts, im Zuge der Eroberung der Region durch türkische Nomaden und Militärsklaven, sollen, jedenfalls nach einer islamistischen Chronik, die meisten Einwohner Muslime gewesen sein. Vom 16. bis 18. Jahrhundert stand die Region dann im Mittelpunkt der Konflikte zwischen den persischen Safawiden im Westen und dem indischen Mogulreich im Südosten sowie dem usbekischen Schreibaniden im Norden. Die Geschichte des modernen Afghanistan ist unweigerlich mit der Geschichte der Paschtunen verbunden. Infolge von zahlreichen Eroberungen und Rückeroberungen ist das heutige Afghanistan entstanden und gewachsen. Im Jahre 1747 wurde durch den Paschtunen Ahmad Schah Durrani nach dem Tod von Nadir Schah Afschars ein selbstständiges paschtunisches Königreich begründet, welches als Vorbild des heutigen Staates Afghanistan angesehen wird. Damit gilt er natürlich auch im Allgemeinen als Begründer des Staates Afghanistan und spielt eine wesentliche Rolle in dieser Geschichte. Der Name „Afghanistan“ entstand jedoch erstmals erst im 19. Jahrhundert und wurde erst 1919 als offizieller Staatsname etabliert.

Die Kollision

Selbstverständlich kam es auch in Afghanistan zu Unstimmigkeiten, die sich in aller Regel durch die Kollision von russischen und britischen Kolonialinteressen bemerkbar machten. So geriet Afghanistan auch häufig in Kriegskonflikte und wurde als Austragungsort zahlreicher Schlachten genutzt. Seit 1933 bestand nunmehr in Afghanistan ein konsitutionelles Königreich. Die Regierung erfolgte durch Mohammed Sahir Schar. Seit nunmehr 1946 ist Afghanistan auch Mitglied der Vereinten Nationen. Im Jahre 1973 wurde dann durch Mohammed Daoud Khan das Königshaus gestürzt und die Republik ausgerufen. Im Jahre 1978 wurde die Macht in Kabul durch die kommunistisch geprägte Demokratische Volkspartei Afghanistans übernommen und die Demokratische Volksrepublik Afghanistan ausgerufen. Mit einer sowjetischen Unterstützung wurde nunmehr versucht, die Gesellschaft umzugestalten. So sollte beispielsweise die Landesbevölkerung alphabetisiert werden. In einigen Regionen stieß jedoch auch dies auf militärischen Widerstand. Im April 1992 wurde der islamische Staat Afghanistan gegründet.

Der Süden Afghanistan

Der Süden Afghanistans blieb jedoch weiterhin ohne jegliche Kontrolle der Zentralregierung beziehungsweise der Kontrolle von außen. Lokale Milizen- oder auch Stammesführer beherrschten den Süden weitestgehend. Im Jahre 1994 traten die Taliban das erste Mal in der südlichen Stadt Kandahar in Erscheinung. Die Taliban-Bewegung entsprang ursprünglich aus religiösen Schulen für afghanische Flüchtlinge in Pakistan. Im Laufe des Jahres 1994 übernahmen die Taliban dann die Macht in verschiedenen südlichen und westlichen Provinzen Afghanistans. Nach einer kurzen Zerschlagung konnten sich die Taliban im Jahre 1996 durch militärische Unterstützung Pakistans und finanzielle Hilfen aus Saudi-Arabien wieder neu formieren. Nach den Anschlägen des 11. September 2001 geriet Afghanistan natürlich in die Fronten und galt als terroristischer Massenmörder. Ständige Unruhen beherrschen seitdem das Land und ein normales Leben scheint kaum noch möglich. Vorurteile gegen alle Afghanen sowie eine ständige Diskrepanz zwischen Afghanistan und dem Rest der Welt, besonders den USA, waren eine weitere Folge, die einen tiefen Einschnitt in die Geschichte hinterlassen hat.

Image: Dmitry Pichugin – Fotolia


veröffentlicht am Februar 11, 2011 - by Afghane

Die Kultur in Afghanistan

Informationen über die Kultur in AfghanistanDie Bevölkerung Afghanistans fühlt sich in aller Regel einer Vielzahl ethnischer Gruppen und Stämme zugehörig. Als staatstragendes Volk werden die Paschtunen angesehen, die besonders aufgrund historischer Hintergründe diesen Stand erhalten haben.

Die Bevölkerung

Oftmals ist es üblich, dass mehrere Volksgruppen gemischt innerhalb der einzelnen Siedlungsgebiete leben. Die Einwohnerzahl kann in diesem Fall lediglich geschätzt werden. Die Kategorisierung in die ethnischen Gruppen kann sich als besonders schwierig erweisen, da sich Selbstidentifikationen und Fremdzuschreibungen sehr häufig unterscheiden.

Auch die Sprachen bilden einen wichtigen Bestandteil der Kultur in Afghanistan. So gibt es mittlerweile 49 Sprachen und bis zu 200 Dialekte, die alle namentlich in der neuen Verfassung bestätigt werden. Dies ist seit 1964 in der großen Ratsversammlung beschlossen wurden. Die offizielle Sprache ist dabei Dari (die, die auch am häufigsten gesprochen wird) oder auch Paschtu. Auch fünf sogenannte Minderheitssprachen werden als Nationalsprachen seit 1980 anerkannt, wozu unter anderem auch Karzai gehört. 99,9 % der Bevölkerung sind Muslime, wobei zirka 15.000 weitere Hindus noch registriert sind. Eine genaue Angabe über das Christentum kann nicht gemacht werden, da hier keine Daten gepflegt werden. Der Islam selber kann noch einmal differenziert werden, wobei vorislamische Bräuche der Bevölkerung eine wichtige Rolle spielen, da sie heute immer noch praktiziert werden.

Der Islam wurde über Jahrhunderte hinweg durch die Afghanen immer sehr konservativ ausgelegt. Dabei spielte vor allem das Stammesrecht der Paschtunen eine wesentliche Rolle.

Die Burga

So gehen vor allem in den größeren Städten die Frauen lediglich mit einem Ganzschleier aus dem Haus, der umgangssprachlich auch als Burqa bezeichnet wird. Allgemein üblich wurden sie aber tatsächlich nur in den wirklich großen Städten getragen. Auf dem Land dagegen wird auf diese Burqa gerne verzichtet, da sie bei der Feldarbeit alles andere als hilfreich ist. Seit circa 1979 haben Frauen teilweise wieder Selbstständigkeit, Freiheit und sogar eine Schulbildung erhalten. Mitte der 1990er-Jahre wurden alle Frauen zum Tragen der Burga durch den Taliban verpflichtet. Bei einigen Volksgruppen war diese Kleidung bisher nicht weit verbreitet. Im Jahre 2001 wurde die Burga-Pflicht dann offiziell wieder aufgehoben. Dennoch bleibt sie weiterhin die gewöhnliche Kleidung vieler Frauen. Des Weiteren ist es nicht üblich, dass sich gar viele Frauen wagen, ohne männliche Begleitung in die Öffentlichkeit zu gehen. Übergriffe sind besonders in Kabul und anderen größeren Städten nicht unüblich, sodass es als Frau durchaus ratsam ist, nicht ohne männliche Begleitung auf die Straße zu gehen. Mittlerweile ist die Lage, leider aufgrund ausländischer Truppeneinsätze, relativ stabil.
Frauen haben oft keine Schulbildung

Unter dem Taliban war es den Frauen außerdem verboten, einen Beruf auszuüben. Den Mädchen war es sogar untersagt, eine Schule zu besuchen. Viele Frauen waren auf sich allein gestellt, da sie Witwen waren oder Ähnliches, und ihnen blieb letztendlich nichts anderes übrig, als zu betteln. Die Analphabetenrate ist im Schnitt mit circa 70 % sehr hoch. Durch zahlreiche verschiedene Einflüsse war der Zugang zur Bildung behindert, sodass die meisten Einwohner gar nicht erst die Möglichkeit hatten, in die Schule zu gehen und Lesen und Schreiben zu lernen. Besonders betroffen waren wie bereits erwähnt die Frauen. Sodass es mittlerweile üblich ist, dass 90 % aller Afghanen, die Analphabeten sind, Frauen sind.

Bild: dougg – Fotolia


veröffentlicht am Februar 2, 2011 - by Afghane

Informationen über Afghanistan

Allgemeine Informationen über AfghanistanAfghanistan heißt ursprünglich Islamische Republik Afghanistan. Es handelt sich dabei um einen Binnenstaat, der sich in Südasien befindet und genauer gesagt an der Schnittstelle von Süd- und Zentralasien zu finden ist.

Allgemeine Informationen

Angrenzende Staaten sind unter anderem der Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan, die Volksrepublik China und Pakistan. Weitere zu erwähnen wäre unter anderem, dass drei Viertel des Landes komplett aus schwer zugänglichen Gebirgsregionen bestehen. Seit 2004 ist das Land eine islamische Republik und verfügt über einen gewählten Präsidenten. Es handelt sich dabei um Hamid Karzai, der am 02.11.2009 für eine zweite Amtszeit bestätigt wurde. Die Bezeichnung „Afghanistan“ stammt ursprünglich von „Land der Afghanen“ ab. Der Suffix –stan, der nunmehr noch hinten angehangen wurde, bedeutet so viel wie Platz oder Ort, an dem man steht, und ist ein indoiranischer Ausdruck. Das Wort Afghane ist jedoch keinesfalls mit dem modernen Begriff der Person Afghane zu verstehen, sondern bezieht sich in seiner Gesamtheit auf das Volk und die verschiedenen Stämme. Offiziell erwähnt wurde der Name Afghanistan erstmals 1801 im Anglo-Persischen Friedensvertrag. Jedoch erst im Jahre 1919 wurde der Name offiziell anerkannt, was auch etwas mit der neu erlangten Unabhängigkeit vom Britischen Weltreich zu tun hatte. 1936 wurde der offizielle Name dann mit der ersten Konstitution des Landes auch etabliert. Eine etwas ältere Bezeichnung für dieses Land kann unter anderem Kabulistan sein, welches im 19. Jahrhundert gerne noch von Geschichtsschreibern verwendet wurde. Der wohl bekannteste historische Name ist jedoch Khorasan, der über viele Jahre hinweg genutzt wurde und daher auch gebräuchlich war.

Bis zu 49 Sprachen beherrschen Afghanistan

In Afghanistan werden laut derzeitigem Stand circa 49 Sprachen gesprochen. Des Weiteren kommen noch bis zu 200 verschiedene Dialekte dazu. Diese Sprachen und Dialekte wurden im Jahre 1964 in der großen Ratsversammlung offiziell bestätigt und festgehalten. Zu den Sprachen zählen beispielsweise Dari, Paschtu sowie andere Kleinsprachen, die ebenfalls offiziell anerkannt wurden. Offizielle Sprache für die Ostdialekte des Persischen ist jedoch Dari. Über 99,9 % der Bevölkerung sind Muslime. Selbstverständlich gibt es daneben noch etwa 15.000 Hindus und einige wenige Hundert Sikhs. Über die Zahl der Christen ist so gesehen nichts bekannt. Der Islam kann nach verschiedenen Bereichen auch unterschiedlich verstanden werden. So unterscheidet man nach ethnischen Gruppen, nach Region und/oder Bildungsstand. Eine wichtige Rolle spielen die vorislamischen Bräuche bis heute noch, wie beispielsweise das altiranische Neujahr, welches nach dem iranischen Kalender festgelegt wird, sowie der Glaube an segenbringenden Weihrauch. Beides zählt zu den sogenannten zoroastrischen Bräuchen.

Der Flüchtlingsstrom

Wichtiges Thema ist vor allem auch die Flucht aus Afghanistan. So sind seit 1980 6 Millionen Flüchtige in die benachbarten islamischen Republiken Iran und Pakistan geflohen. Einige kamen zurück, doch 2001 kam es letztendlich zu einer erneuten Flüchtlingswelle. Selbstverständlich werden die Rückkehrer nach Afghanistan von einigen Institutionen unterstützt, wo es nur möglich ist. Dies ist aber nicht auf allen Bereichen des Landes möglich beziehungsweise üblich. Seit März 2008 wird dieses Programm endlich wieder fortgesetzt. Die Verfassung war ein wichtiger Weg in der Geschichte Afghanistans. Sie gilt als eine der demokratischsten der islamischen Welt und sieht vor allem die Gleichberechtigung der Angehörigen aller Religionen und ethnischen Gruppen sowie auch der Geschlechter vor.

Foto by FRAN – Fotolia



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