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veröffentlicht am März 26, 2011 - by Afghane
Die verschiedenen Völker Afghanistans
Afghanistan gliedert sich in zirka 34 Provinzen, die wiederum in 329 Bezirke eingeteilt werden können. Diese Provinzen werden jeweils durch einen Gouverneur geleitet, der von der Regierung ernannt und bestätigt werden muss.
Die afghanische Bevölkerung
Im Jahre 2004 kam es zu einer Umstrukturierung der Provinzen. Seitdem wurde jedoch alles in den alten Bahnen gehalten. Dabei wurden bei dieser Umstrukturierung auch einige Provinzen neu geschaffen, die es vormals noch nicht gab. Die Bevölkerungszahlen der einzelnen Provinzen konnten bisher nur geschätzt werden. Eine genaue Auflistung war bisher noch nicht möglich. Im äußersten Nordosten des Landes befindet sich die Provinz Badachschan. Diese hat eine Fläche von 44.059 km². Geschätzt werden in diesem Fall circa 0,9 Millionen Einwohner. Als Provinzhauptstadt wird in aller Regel Faizabad genannt. Die Hauptsprache ist auch hier das übliche Dari, was in weiten Teilen Afghanistans verwendet wird. Afghanistan verfügt über circa 15 bis 18 Millionen Einwohner, welche sich in mehr als 20 Völker und Volksstämme untergliedern. Die Völker können beispielsweise sein Paschtunen, Tadschiken, Hasaras, Turkmenen, Usbeken, Belutschen, Kirgisen, Nuristani und andere. Sie bilden ein sehr buntes Spiegelbild vieler Traditionen und der Geschichte des Landes. Jedes Volk hat diese nämlich auf seine Art und Weise geprägt. Neben der völkischen Vielfalt wird selbstverständlich in diesem Bezug auch eine sprachliche Vielfalt geboten. Dabei befinden sich viele Sprachen und auch Mundarten buchstäblich nebeneinander.
Die Sprache, eine Wissenschaft für sich
Will man sich mit einer Gruppe der Völker richtig unterhalten, ist es wichtig, dass man die Sprache im Vorfeld studiert, denn nur so wird gegeben, dass man die Sprache beherrscht, um sich überhaupt verständigen zu können. Besonders bekannt sind dabei Paschtu, die Sprache der Paschtunen und Dari die Sprache der Tadschiken. Diese beiden Sprachen erhielten einen solch großen Bekanntheitsgrad, weil sie am 01. Oktober 1964 offiziell zur offiziellen Sprache des Landes erklärt wurden. Beide Sprachen sind etwa 2700 Jahre alt. Die Paschtunen bilden circa 55 % der Gesamtbevölkerung Afghanistans. Die circa 8 Millionen Paschtunen gliedern sich in verschiedene Stammesverbände auf. Abdali und Afridi sind nur einige wenige unter den zahlreichen, in denen auch noch Unterstämme und Sippen ihren Platz finden. Auch die Tadschiken zählen zu den Indo-Europäischen Völkern und die genaue Anzahl dieses Volkes in Afghanistan ist relativ schwer zu bestimmen. Das Siedlungsgebiet befindet sich hauptsächlich im Norden und Nordwesten des Landes. Die Tadschiken weisen eine besondere Vorliebe für die Städte auf. Die sogenannten Hazaras sind vermutlich mongolischer Abstammung und ihr Anteil an der Bevölkerung beträgt circa 10 %. Die Hauptsiedlungsgebiete werden Hasarajat genannt und gehören zu den ärmsten Regionen Afghanistans.
Die Sprache der Hindus
Neben den einzelnen Völkern und Stämmen gibt es auch noch die sogenannten Hindus, deren Beitrag an der Bevölkerung zwischen 20.000 und 30.000 variiert. Sie sprechen die Sprache Hurdu und leben hauptsächlich in den Städten, wie beispielsweise Kabul. Bis vor Kurzem haben sich die Hindus eine von den anderen Völkern des Landes stark differierende Kultur bewahrt. Nach der Machtübernahme der Kommunisten und auch nach der Machtübernahme der Islamisten musste dieses Völkergrüppchen auch das Land komplett verlassen. In jedem Fall kann man sagen, dass das Völkerreichtum in Afghanistan durchaus gegeben ist und man dadurch auch zahlreiche verschiedene Kulturen erleben kann.
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