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veröffentlicht am Februar 11, 2011 - by Afghane

Die Kultur in Afghanistan

Informationen über die Kultur in AfghanistanDie Bevölkerung Afghanistans fühlt sich in aller Regel einer Vielzahl ethnischer Gruppen und Stämme zugehörig. Als staatstragendes Volk werden die Paschtunen angesehen, die besonders aufgrund historischer Hintergründe diesen Stand erhalten haben.

Die Bevölkerung

Oftmals ist es üblich, dass mehrere Volksgruppen gemischt innerhalb der einzelnen Siedlungsgebiete leben. Die Einwohnerzahl kann in diesem Fall lediglich geschätzt werden. Die Kategorisierung in die ethnischen Gruppen kann sich als besonders schwierig erweisen, da sich Selbstidentifikationen und Fremdzuschreibungen sehr häufig unterscheiden.

Auch die Sprachen bilden einen wichtigen Bestandteil der Kultur in Afghanistan. So gibt es mittlerweile 49 Sprachen und bis zu 200 Dialekte, die alle namentlich in der neuen Verfassung bestätigt werden. Dies ist seit 1964 in der großen Ratsversammlung beschlossen wurden. Die offizielle Sprache ist dabei Dari (die, die auch am häufigsten gesprochen wird) oder auch Paschtu. Auch fünf sogenannte Minderheitssprachen werden als Nationalsprachen seit 1980 anerkannt, wozu unter anderem auch Karzai gehört. 99,9 % der Bevölkerung sind Muslime, wobei zirka 15.000 weitere Hindus noch registriert sind. Eine genaue Angabe über das Christentum kann nicht gemacht werden, da hier keine Daten gepflegt werden. Der Islam selber kann noch einmal differenziert werden, wobei vorislamische Bräuche der Bevölkerung eine wichtige Rolle spielen, da sie heute immer noch praktiziert werden.

Der Islam wurde über Jahrhunderte hinweg durch die Afghanen immer sehr konservativ ausgelegt. Dabei spielte vor allem das Stammesrecht der Paschtunen eine wesentliche Rolle.

Die Burga

So gehen vor allem in den größeren Städten die Frauen lediglich mit einem Ganzschleier aus dem Haus, der umgangssprachlich auch als Burqa bezeichnet wird. Allgemein üblich wurden sie aber tatsächlich nur in den wirklich großen Städten getragen. Auf dem Land dagegen wird auf diese Burqa gerne verzichtet, da sie bei der Feldarbeit alles andere als hilfreich ist. Seit circa 1979 haben Frauen teilweise wieder Selbstständigkeit, Freiheit und sogar eine Schulbildung erhalten. Mitte der 1990er-Jahre wurden alle Frauen zum Tragen der Burga durch den Taliban verpflichtet. Bei einigen Volksgruppen war diese Kleidung bisher nicht weit verbreitet. Im Jahre 2001 wurde die Burga-Pflicht dann offiziell wieder aufgehoben. Dennoch bleibt sie weiterhin die gewöhnliche Kleidung vieler Frauen. Des Weiteren ist es nicht üblich, dass sich gar viele Frauen wagen, ohne männliche Begleitung in die Öffentlichkeit zu gehen. Übergriffe sind besonders in Kabul und anderen größeren Städten nicht unüblich, sodass es als Frau durchaus ratsam ist, nicht ohne männliche Begleitung auf die Straße zu gehen. Mittlerweile ist die Lage, leider aufgrund ausländischer Truppeneinsätze, relativ stabil.
Frauen haben oft keine Schulbildung

Unter dem Taliban war es den Frauen außerdem verboten, einen Beruf auszuüben. Den Mädchen war es sogar untersagt, eine Schule zu besuchen. Viele Frauen waren auf sich allein gestellt, da sie Witwen waren oder Ähnliches, und ihnen blieb letztendlich nichts anderes übrig, als zu betteln. Die Analphabetenrate ist im Schnitt mit circa 70 % sehr hoch. Durch zahlreiche verschiedene Einflüsse war der Zugang zur Bildung behindert, sodass die meisten Einwohner gar nicht erst die Möglichkeit hatten, in die Schule zu gehen und Lesen und Schreiben zu lernen. Besonders betroffen waren wie bereits erwähnt die Frauen. Sodass es mittlerweile üblich ist, dass 90 % aller Afghanen, die Analphabeten sind, Frauen sind.

Bild: dougg – Fotolia


veröffentlicht am Februar 2, 2011 - by Afghane

Informationen über Afghanistan

Allgemeine Informationen über AfghanistanAfghanistan heißt ursprünglich Islamische Republik Afghanistan. Es handelt sich dabei um einen Binnenstaat, der sich in Südasien befindet und genauer gesagt an der Schnittstelle von Süd- und Zentralasien zu finden ist.

Allgemeine Informationen

Angrenzende Staaten sind unter anderem der Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan, die Volksrepublik China und Pakistan. Weitere zu erwähnen wäre unter anderem, dass drei Viertel des Landes komplett aus schwer zugänglichen Gebirgsregionen bestehen. Seit 2004 ist das Land eine islamische Republik und verfügt über einen gewählten Präsidenten. Es handelt sich dabei um Hamid Karzai, der am 02.11.2009 für eine zweite Amtszeit bestätigt wurde. Die Bezeichnung „Afghanistan“ stammt ursprünglich von „Land der Afghanen“ ab. Der Suffix –stan, der nunmehr noch hinten angehangen wurde, bedeutet so viel wie Platz oder Ort, an dem man steht, und ist ein indoiranischer Ausdruck. Das Wort Afghane ist jedoch keinesfalls mit dem modernen Begriff der Person Afghane zu verstehen, sondern bezieht sich in seiner Gesamtheit auf das Volk und die verschiedenen Stämme. Offiziell erwähnt wurde der Name Afghanistan erstmals 1801 im Anglo-Persischen Friedensvertrag. Jedoch erst im Jahre 1919 wurde der Name offiziell anerkannt, was auch etwas mit der neu erlangten Unabhängigkeit vom Britischen Weltreich zu tun hatte. 1936 wurde der offizielle Name dann mit der ersten Konstitution des Landes auch etabliert. Eine etwas ältere Bezeichnung für dieses Land kann unter anderem Kabulistan sein, welches im 19. Jahrhundert gerne noch von Geschichtsschreibern verwendet wurde. Der wohl bekannteste historische Name ist jedoch Khorasan, der über viele Jahre hinweg genutzt wurde und daher auch gebräuchlich war.

Bis zu 49 Sprachen beherrschen Afghanistan

In Afghanistan werden laut derzeitigem Stand circa 49 Sprachen gesprochen. Des Weiteren kommen noch bis zu 200 verschiedene Dialekte dazu. Diese Sprachen und Dialekte wurden im Jahre 1964 in der großen Ratsversammlung offiziell bestätigt und festgehalten. Zu den Sprachen zählen beispielsweise Dari, Paschtu sowie andere Kleinsprachen, die ebenfalls offiziell anerkannt wurden. Offizielle Sprache für die Ostdialekte des Persischen ist jedoch Dari. Über 99,9 % der Bevölkerung sind Muslime. Selbstverständlich gibt es daneben noch etwa 15.000 Hindus und einige wenige Hundert Sikhs. Über die Zahl der Christen ist so gesehen nichts bekannt. Der Islam kann nach verschiedenen Bereichen auch unterschiedlich verstanden werden. So unterscheidet man nach ethnischen Gruppen, nach Region und/oder Bildungsstand. Eine wichtige Rolle spielen die vorislamischen Bräuche bis heute noch, wie beispielsweise das altiranische Neujahr, welches nach dem iranischen Kalender festgelegt wird, sowie der Glaube an segenbringenden Weihrauch. Beides zählt zu den sogenannten zoroastrischen Bräuchen.

Der Flüchtlingsstrom

Wichtiges Thema ist vor allem auch die Flucht aus Afghanistan. So sind seit 1980 6 Millionen Flüchtige in die benachbarten islamischen Republiken Iran und Pakistan geflohen. Einige kamen zurück, doch 2001 kam es letztendlich zu einer erneuten Flüchtlingswelle. Selbstverständlich werden die Rückkehrer nach Afghanistan von einigen Institutionen unterstützt, wo es nur möglich ist. Dies ist aber nicht auf allen Bereichen des Landes möglich beziehungsweise üblich. Seit März 2008 wird dieses Programm endlich wieder fortgesetzt. Die Verfassung war ein wichtiger Weg in der Geschichte Afghanistans. Sie gilt als eine der demokratischsten der islamischen Welt und sieht vor allem die Gleichberechtigung der Angehörigen aller Religionen und ethnischen Gruppen sowie auch der Geschlechter vor.

Foto by FRAN – Fotolia



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