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veröffentlicht am Februar 19, 2011 - by Afghane
Afghanistans Geschichte – Im Wandel der Zeiten
In der Antike gehörte das heutige Afghanistan zum Perserreich. Später entstand dann ein sogenanntes Griechisch-Baktrisches Königreich, welches von den Nachkommen der Truppen Alexander des Großen regiert wurde. Anschließend wurde es erst von den Parthern und dann von dem persischen Sassanidenreich kontrolliert.
Die Anfänge
Der Islam setzte sich in dieser Gegend verhältnismäßig langsam durch. Erst gegen Ende des 10. Jahrhunderts, im Zuge der Eroberung der Region durch türkische Nomaden und Militärsklaven, sollen, jedenfalls nach einer islamistischen Chronik, die meisten Einwohner Muslime gewesen sein. Vom 16. bis 18. Jahrhundert stand die Region dann im Mittelpunkt der Konflikte zwischen den persischen Safawiden im Westen und dem indischen Mogulreich im Südosten sowie dem usbekischen Schreibaniden im Norden. Die Geschichte des modernen Afghanistan ist unweigerlich mit der Geschichte der Paschtunen verbunden. Infolge von zahlreichen Eroberungen und Rückeroberungen ist das heutige Afghanistan entstanden und gewachsen. Im Jahre 1747 wurde durch den Paschtunen Ahmad Schah Durrani nach dem Tod von Nadir Schah Afschars ein selbstständiges paschtunisches Königreich begründet, welches als Vorbild des heutigen Staates Afghanistan angesehen wird. Damit gilt er natürlich auch im Allgemeinen als Begründer des Staates Afghanistan und spielt eine wesentliche Rolle in dieser Geschichte. Der Name „Afghanistan“ entstand jedoch erstmals erst im 19. Jahrhundert und wurde erst 1919 als offizieller Staatsname etabliert.
Die Kollision
Selbstverständlich kam es auch in Afghanistan zu Unstimmigkeiten, die sich in aller Regel durch die Kollision von russischen und britischen Kolonialinteressen bemerkbar machten. So geriet Afghanistan auch häufig in Kriegskonflikte und wurde als Austragungsort zahlreicher Schlachten genutzt. Seit 1933 bestand nunmehr in Afghanistan ein konsitutionelles Königreich. Die Regierung erfolgte durch Mohammed Sahir Schar. Seit nunmehr 1946 ist Afghanistan auch Mitglied der Vereinten Nationen. Im Jahre 1973 wurde dann durch Mohammed Daoud Khan das Königshaus gestürzt und die Republik ausgerufen. Im Jahre 1978 wurde die Macht in Kabul durch die kommunistisch geprägte Demokratische Volkspartei Afghanistans übernommen und die Demokratische Volksrepublik Afghanistan ausgerufen. Mit einer sowjetischen Unterstützung wurde nunmehr versucht, die Gesellschaft umzugestalten. So sollte beispielsweise die Landesbevölkerung alphabetisiert werden. In einigen Regionen stieß jedoch auch dies auf militärischen Widerstand. Im April 1992 wurde der islamische Staat Afghanistan gegründet.
Der Süden Afghanistan
Der Süden Afghanistans blieb jedoch weiterhin ohne jegliche Kontrolle der Zentralregierung beziehungsweise der Kontrolle von außen. Lokale Milizen- oder auch Stammesführer beherrschten den Süden weitestgehend. Im Jahre 1994 traten die Taliban das erste Mal in der südlichen Stadt Kandahar in Erscheinung. Die Taliban-Bewegung entsprang ursprünglich aus religiösen Schulen für afghanische Flüchtlinge in Pakistan. Im Laufe des Jahres 1994 übernahmen die Taliban dann die Macht in verschiedenen südlichen und westlichen Provinzen Afghanistans. Nach einer kurzen Zerschlagung konnten sich die Taliban im Jahre 1996 durch militärische Unterstützung Pakistans und finanzielle Hilfen aus Saudi-Arabien wieder neu formieren. Nach den Anschlägen des 11. September 2001 geriet Afghanistan natürlich in die Fronten und galt als terroristischer Massenmörder. Ständige Unruhen beherrschen seitdem das Land und ein normales Leben scheint kaum noch möglich. Vorurteile gegen alle Afghanen sowie eine ständige Diskrepanz zwischen Afghanistan und dem Rest der Welt, besonders den USA, waren eine weitere Folge, die einen tiefen Einschnitt in die Geschichte hinterlassen hat.
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veröffentlicht am Februar 2, 2011 - by Afghane
Informationen über Afghanistan
Afghanistan heißt ursprünglich Islamische Republik Afghanistan. Es handelt sich dabei um einen Binnenstaat, der sich in Südasien befindet und genauer gesagt an der Schnittstelle von Süd- und Zentralasien zu finden ist.
Allgemeine Informationen
Angrenzende Staaten sind unter anderem der Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Tadschikistan, die Volksrepublik China und Pakistan. Weitere zu erwähnen wäre unter anderem, dass drei Viertel des Landes komplett aus schwer zugänglichen Gebirgsregionen bestehen. Seit 2004 ist das Land eine islamische Republik und verfügt über einen gewählten Präsidenten. Es handelt sich dabei um Hamid Karzai, der am 02.11.2009 für eine zweite Amtszeit bestätigt wurde. Die Bezeichnung „Afghanistan“ stammt ursprünglich von „Land der Afghanen“ ab. Der Suffix –stan, der nunmehr noch hinten angehangen wurde, bedeutet so viel wie Platz oder Ort, an dem man steht, und ist ein indoiranischer Ausdruck. Das Wort Afghane ist jedoch keinesfalls mit dem modernen Begriff der Person Afghane zu verstehen, sondern bezieht sich in seiner Gesamtheit auf das Volk und die verschiedenen Stämme. Offiziell erwähnt wurde der Name Afghanistan erstmals 1801 im Anglo-Persischen Friedensvertrag. Jedoch erst im Jahre 1919 wurde der Name offiziell anerkannt, was auch etwas mit der neu erlangten Unabhängigkeit vom Britischen Weltreich zu tun hatte. 1936 wurde der offizielle Name dann mit der ersten Konstitution des Landes auch etabliert. Eine etwas ältere Bezeichnung für dieses Land kann unter anderem Kabulistan sein, welches im 19. Jahrhundert gerne noch von Geschichtsschreibern verwendet wurde. Der wohl bekannteste historische Name ist jedoch Khorasan, der über viele Jahre hinweg genutzt wurde und daher auch gebräuchlich war.
Bis zu 49 Sprachen beherrschen Afghanistan
In Afghanistan werden laut derzeitigem Stand circa 49 Sprachen gesprochen. Des Weiteren kommen noch bis zu 200 verschiedene Dialekte dazu. Diese Sprachen und Dialekte wurden im Jahre 1964 in der großen Ratsversammlung offiziell bestätigt und festgehalten. Zu den Sprachen zählen beispielsweise Dari, Paschtu sowie andere Kleinsprachen, die ebenfalls offiziell anerkannt wurden. Offizielle Sprache für die Ostdialekte des Persischen ist jedoch Dari. Über 99,9 % der Bevölkerung sind Muslime. Selbstverständlich gibt es daneben noch etwa 15.000 Hindus und einige wenige Hundert Sikhs. Über die Zahl der Christen ist so gesehen nichts bekannt. Der Islam kann nach verschiedenen Bereichen auch unterschiedlich verstanden werden. So unterscheidet man nach ethnischen Gruppen, nach Region und/oder Bildungsstand. Eine wichtige Rolle spielen die vorislamischen Bräuche bis heute noch, wie beispielsweise das altiranische Neujahr, welches nach dem iranischen Kalender festgelegt wird, sowie der Glaube an segenbringenden Weihrauch. Beides zählt zu den sogenannten zoroastrischen Bräuchen.
Der Flüchtlingsstrom
Wichtiges Thema ist vor allem auch die Flucht aus Afghanistan. So sind seit 1980 6 Millionen Flüchtige in die benachbarten islamischen Republiken Iran und Pakistan geflohen. Einige kamen zurück, doch 2001 kam es letztendlich zu einer erneuten Flüchtlingswelle. Selbstverständlich werden die Rückkehrer nach Afghanistan von einigen Institutionen unterstützt, wo es nur möglich ist. Dies ist aber nicht auf allen Bereichen des Landes möglich beziehungsweise üblich. Seit März 2008 wird dieses Programm endlich wieder fortgesetzt. Die Verfassung war ein wichtiger Weg in der Geschichte Afghanistans. Sie gilt als eine der demokratischsten der islamischen Welt und sieht vor allem die Gleichberechtigung der Angehörigen aller Religionen und ethnischen Gruppen sowie auch der Geschlechter vor.
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